Discussion:
Optische Gläser
(zu alt für eine Antwort)
H***@web.de
2007-01-30 14:45:27 UTC
Permalink
Hallo,
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Auf der Boot hatte ich mich bei zwei Optikern erkundigt.
Der eine meinte ich müsste die gleiche Seestärke (Dioptrienzahl)
wie meine normale Brille haben, weil ja Luft zwischen Gläsern der
Taucherbrille und den Augen sind!
An dem anderen Stand hieß es, der Korrekturfaktor unter Wasser müsse
mit berücksichtigt werden.

Wer von beiden liegt nun richtig?
Dirk Macke
2007-01-30 15:02:36 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
Wer von beiden liegt nun richtig?
Der erste. Gleitsichtglaeser fuer eine Tauchermaske duerften allerdings
recht teuer werden...

HTH,
Dirk
Uwe Hercksen
2007-01-31 12:00:24 UTC
Permalink
On Tue, 30 Jan 2007 16:02:36 +0100, Dirk Macke
Post by Dirk Macke
Der erste. Gleitsichtglaeser fuer eine Tauchermaske duerften allerdings
recht teuer werden...
Hallo,

es müssen ja nicht gleich Gleitsichtglaeser sein, Mehrstärken tun es ja
auch. In meiner Maske habe ich Zweistärkengläser drin, wobei das Nahglas
unten einfach Planglas ist, das geht zumindest bei meinen Augen.

Bye
Uwe Hercksen
2007-01-30 15:15:55 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Auf der Boot hatte ich mich bei zwei Optikern erkundigt.
Der eine meinte ich müsste die gleiche Seestärke (Dioptrienzahl)
wie meine normale Brille haben, weil ja Luft zwischen Gläsern der
Taucherbrille und den Augen sind!
An dem anderen Stand hieß es, der Korrekturfaktor unter Wasser müsse
mit berücksichtigt werden.
Hallo,

wenn Du die Maske für die Ferne und Nähe brauchst, dann sollte die auch
über Wasser funktionieren.
Sichtweiten von mehreren 100 m gibt es unter Wasser kaum, über Wasser
schon. Wenn Du mal abgetrieben werden solltest wirst Du über Wasser
optimale Fernsicht haben wollen um Dich zu orientieren und das Boot zu
finden.

Bye
Sebastian Ströbler
2007-01-30 15:17:42 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
Hallo,
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Auf der Boot hatte ich mich bei zwei Optikern erkundigt.
Der eine meinte ich müsste die gleiche Seestärke (Dioptrienzahl)
wie meine normale Brille haben, weil ja Luft zwischen Gläsern der
Taucherbrille und den Augen sind!
An dem anderen Stand hieß es, der Korrekturfaktor unter Wasser müsse
mit berücksichtigt werden.
Wer von beiden liegt nun richtig?
Hmm das ist so eine Sache, da die Gläser die verbaut werden auf einer
Seite flach sind. Aber eigentlich spielt das für dich persönlich keine
Rolle. Du gibts deine Stärke an und der Optiker macht alles für dich.

Prinzipiell kannst du zu jedem beliebigen Optiker gehen. Optik
Heidenreich "München" oder Optik Pingel "Düsseldorf" (die beiden
Tauchmaskenspezialisten kenne ich) arbeiten nämlich mit deinem Optiker
vor Ort zusammen. Er nimmt die Werte und schickt dann Maske und Angaben
einfach zu deinem Favoriten. Fertig. Du brauchst dich da nicht in die
physikalische Optik einzuarbeiten. :)

Grüsse Sebastian

P.S. Ich nehme mal fast an das genau die beiden Optiker die genannt habe
auf der Boot waren. Richtig?
Peter Niemayer
2007-01-30 18:38:45 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Und Du bist sicher, dass Kontaktlinsen Dein Problem nicht
besser/schneller/billiger lösen können?

Gruß,

Peter Niemayer
dirk froebel
2007-01-30 21:04:17 UTC
Permalink
Moin, moin,
ich habe Gleitsichtgläser in meiner Maske und dies in Hamburg machen
lassen (Gläser aus der Maske per Post hin und zurück, eine Woche, 285
Euro komplett) und bin sehr zufrieden.
Gruß
Dirk
--
Der Mensch, der bereit ist , seine Freiheit aufzugeben, um mehr
Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren ! Benjamin Franklin
Sicherheit ist eine Illusion, geboren aus der Sehnsucht nach einem Leben
frei von Sorgen, Furcht und Angst. Matthias Taube (d.r.s.t)
Jürgen Poniatowski
2007-01-30 22:11:01 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Auf der Boot hatte ich mich bei zwei Optikern erkundigt.
Der eine meinte ich müsste die gleiche Seestärke (Dioptrienzahl)
wie meine normale Brille haben, weil ja Luft zwischen Gläsern der
Taucherbrille und den Augen sind!
Wenn die opt. Gläser zur Wasserseite hin plan und nur zum
Maskeninnenraum hin ihre Krümmung haben (was nahezu bei allen
Maskenglaskonstruktionen die ich kenne der Fall ist) ist das richtig.
In diesem Falle würde sich die Brechkraft nur ändern wenn die Maske
geflutet ist, was wohl egal ist da man dann sowieso bei der
vorhandenen Brechkräften nie scharf sehen kann.
Post by H***@web.de
An dem anderen Stand hieß es, der Korrekturfaktor unter Wasser müsse
mit berücksichtigt werden.
Wenn die Krümmung an der Außenseite des opt. Maskenglases ist, wäre
dies korrekt. Das ist meiner Ansicht nach allerdings keine sinnvolle
Konstruktion da man in diesem Falle UW und an der Oberfläche eine
unterschiedliche Brechkraft der optischen Gläser hätte.
Das wäre in der Tauchpraxis nicht so gut...
Post by H***@web.de
Wer von beiden liegt nun richtig?
s.o.

Jürgen
Andreas Kronsbein
2007-01-31 08:27:00 UTC
Permalink
Stukenbrock, 31.01.07

Hallo Horst_Siekiera,

am 30.01.07 meintest Du
Post by H***@web.de
Hallo,
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Ferne macht doch eigentlich keinen Sinn. Größere Sichtweiten als 60-70m
gibts doch unter Wasser eh nicht, oder?

Gleitsichtgläser sind echt teuer!

"Der größte Sinnesgenuss, der gar keine Einmischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit." Immanuel Kant
Annerose und Guenter Mildenberger
2007-01-31 09:51:29 UTC
Permalink
Hallo Andreas,
Ferne macht doch eigentlich keinen Sinn. Größere Sichtweiten als 60-70m
gibts doch unter Wasser eh nicht, oder?
wieso soll Ferne UW keinen Sinn machen?
Bist Du kurzsichtig? Ich bin es und ich habe meine
ersten Tauchversuche ohne Taucherbrille mit optischen
Gläsern gemacht. War das schoen, als ich die Fische
richtig gesehen habe.

Über Wasser, bei längeren Weg ins Wasser, nach Boot
schauen, Zodiak fahren etc. habe ich die Maske z.T.
auch auf, auch wenn es lustig ausschaut. Etwas mehr
sehen ist oft deutlich angenehmer.

Gruesse Annerose
--
Mail ggf. an mildenbergers at yahoo punkt com
FAQ von d.r.s.t unter http://www.oschn.de/drst/
Uwe Hercksen
2007-01-31 11:56:31 UTC
Permalink
On Wed, 31 Jan 2007 09:27:00 +0100, Andreas Kronsbein
Post by Andreas Kronsbein
Ferne macht doch eigentlich keinen Sinn. Größere Sichtweiten als 60-70m
gibts doch unter Wasser eh nicht, oder?
Hallo,

ach, Du willst das Boot an der Oberfläche nicht wiederfinden können wenn
es weiter als nur einige Meter von Dir entfernt sein sollte? Oder den
Tauchpartner etc.

Bye
Volker Mueller
2007-01-31 14:06:26 UTC
Permalink
Post by Uwe Hercksen
On Wed, 31 Jan 2007 09:27:00 +0100, Andreas Kronsbein
Post by Andreas Kronsbein
Ferne macht doch eigentlich keinen Sinn. Größere Sichtweiten als 60-70m
gibts doch unter Wasser eh nicht, oder?
Hallo,
ach, Du willst das Boot an der Oberfläche nicht wiederfinden können wenn
es weiter als nur einige Meter von Dir entfernt sein sollte? Oder den
Tauchpartner etc.
Nu uebertreib' mal nicht. Mit meinen rund -4.5 kann ich ein Boot an der
Wasseroberflaeche durchaus auch ueber einige 10 m ohne Brille orten
(wenn auch nicht zwei Boote voneinander sicher unterscheiden).
Allerdings geht mir ohne Korrekturglaeser zu viel Bildschaerfe verloren,
sodass ich auch Korrekturglaeser (allerdings einfach welche "von der
Stange", in etwa in der Naehe der richtigen Brillenstaerke (etwas
schwaecher - so genau kommt's IMHO nicht d'rauf an)) verwende.

Gruss, Volker
Annerose und Guenter Mildenberger
2007-01-31 15:06:52 UTC
Permalink
Hallo Volker,
Post by Volker Mueller
Post by Uwe Hercksen
ach, Du willst das Boot an der Oberfläche nicht wiederfinden können wenn
es weiter als nur einige Meter von Dir entfernt sein sollte? Oder den
Tauchpartner etc.
Nu uebertreib' mal nicht. Mit meinen rund -4.5 kann ich ein Boot an der
Wasseroberflaeche durchaus auch ueber einige 10 m ohne Brille orten
(wenn auch nicht zwei Boote voneinander sicher unterscheiden).
es ging nicht ums Orten, sonder wiederfinden und das kannst Du ohne
optische Gläser nicht.
Post by Volker Mueller
Allerdings geht mir ohne Korrekturglaeser zu viel Bildschaerfe verloren,
das ist aber sehr verharmlosend geschrieben. ;-)

Gruesse Annerose
--
Mail ggf. an mildenbergers at yahoo punkt com
FAQ von d.r.s.t unter http://www.oschn.de/drst/
Uwe Hercksen
2007-02-05 09:02:32 UTC
Permalink
Post by Volker Mueller
Nu uebertreib' mal nicht. Mit meinen rund -4.5 kann ich ein Boot an der
Wasseroberflaeche durchaus auch ueber einige 10 m ohne Brille orten
(wenn auch nicht zwei Boote voneinander sicher unterscheiden).
Hallo,

es sollte nicht nur über einige 10 m gehen, sondern notfalls auch über
einige 100 m. Es ist auch bei mehreren Booten sehr zweckmäßig gleich zum
richtigen Boor zu schwimmen. Wenn einer der Leute auf dem Boot einem
irgendwelche Handzeichen gibt wäre es auch gut diese erkennen zu können.

Bye
Andreas Kronsbein
2007-01-31 12:01:00 UTC
Permalink
Stukenbrock, 31.01.07

Hallo Uwe,

am 31.01.07 meintest Du
Post by Uwe Hercksen
On Wed, 31 Jan 2007 09:27:00 +0100, Andreas Kronsbein
Post by Andreas Kronsbein
Ferne macht doch eigentlich keinen Sinn. Größere Sichtweiten als 60-70m
gibts doch unter Wasser eh nicht, oder?
Hallo,
ach, Du willst das Boot an der Oberfläche nicht wiederfinden können wenn
es weiter als nur einige Meter von Dir entfernt sein sollte? Oder den
Tauchpartner etc.
Doch. Hab nicht nachgedacht, sorry.

Sollte ich eigentlich vor dem Schreiben machen

"Die Politiker sind ja auch eine Art Experten, nur eben selbsternannte." Stanislaw Lem
l***@kstp.at
2007-02-01 15:42:54 UTC
Permalink
Hy,

wobei imho die Refraktion (ich glaub so heist die optische Korrektur
in der Fachsprache) nicht genau die gleiche wie an Land sein sollte,
sondern leicht nach unten korrigiert. Dies resultiert meines
bescheidenen Fachwissens nach daraus, dass ja die Maske (bzw. das
Glas) ein bischen mehr Abstand zum Auge hat, als bei einer Brille.

zu dem Punkt mit der Nah und Fernsicht kann ich nix sagen, weil ich
sowas Gott sei Dank noch nicht brauche.

Ich persönlich hab eine Technisub Look mit Standardgläsern und 0.25
Dioptren weniger als bei meiner ÜW-Brille (-5,5 auf einem und- 6 auf
dem anderen) . Die hat auch noch eine leichte zylindrische Korrektur,
welche aber vernachlässigbar ist.

Für mich passt dass so perfekt!

LG
Stephan

P.S. Ist euch auch schon aufgefallen, dass Masken mit optisch
korrigierten Gläsern wesentlich seltener beschlagen als andere? Kanns
mir zwar technisch nicht wirklich erklären, ist aber mein subjektives
Empfinden. Kann dass vielleicht mit der Glasdicke und der damit
verbundenen langsameren Temperaturänderung zusammenhängen?
Michael Ruge
2007-01-31 09:31:38 UTC
Permalink
<***@web.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@s48g2000cws.googlegroups.com...

Moin,
Post by H***@web.de
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Ist ganz einfach, gehste zu deinem ganz normalen Optiker der dir die letzten
Gläser vermacht hat.
Sag ihm was Du vorhast und dann sollte das kein problem sein.

Du mußt nur kurz die Maske aufsetzen und dann wird mit Edding die Mitte der
Pupille markiert und die Maske wird komplett mit den Werten zu Zeiss, etc.
eingeschickt.
Wir (meine Optikern paddelte früher auch mal im Wasser rum) haben die Maske
zu Zeiss geschickt, die haben einen extra Techniker im Werk sitzen der nur
für solche Angelegenheiten "abgestellt" ist - nach kurzer telefonischer
Rücksprache damals mit Zeiss.
Post by H***@web.de
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Wird imho nicht möglich sein oder extrem teuer werden, ich hab auch ne
Achsendrehung im rechten Auge, etc. und auch in der normalen Brille nur eine
Brennweite.
Post by H***@web.de
Der eine meinte ich müsste die gleiche Seestärke (Dioptrienzahl)
wie meine normale Brille haben, weil ja Luft zwischen Gläsern der
Taucherbrille und den Augen sind!
Richtig!
Post by H***@web.de
An dem anderen Stand hieß es, der Korrekturfaktor unter Wasser müsse
mit berücksichtigt werden.
Der hat keine ahnung!

Gruß, Michael (noch zwei Arbeitstage :-) )
Sebastian Ströbler
2007-01-31 11:40:06 UTC
Permalink
Post by Michael Ruge
Post by H***@web.de
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Wird imho nicht möglich sein oder extrem teuer werden, ich hab auch ne
Achsendrehung im rechten Auge, etc. und auch in der normalen Brille nur eine
Brennweite.
Doch wird Angeboten. Es werden einfach 2 Gläser eingesetzt. Eins oben
eins unten. Kannste dir beim Heidenreich auf der Homepage angucken.
Michael Scharrer
2007-01-31 11:55:47 UTC
Permalink
Moin,
Post by H***@web.de
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
da Gleitsichtgläser eher was für den ganz dicken Geldbeutel sind:
Geteilte Gläser...
An der Seite, wo sich die Instrumente befinden, ist unten ein Glas für
die Nähe. Das reicht vollkommen aus.
Wenn es dein Geldbeutel zulässt, kannst Du ja auf jeder Seite eines
Einbauen lassen.
Einwände, Du bräuchtest keine Gläser für die Ferne, kommen
augenscheinlich von Leuten, die nicht wissen wovon sie reden.

Die Gläser sollten die gleiche Stärke wie an Land haben. Entscheidend
ist hier der Luftraum zwischen Glas und Auge.

Auch sollte man annehmen, dass man unter Wasser auf Nahgläser verzichten
könne. Dem ist nicht so, wenn Du an Land auf 30cm nichts siehst, ist das
unter Wasser auch so.

Gut blubb,
Michael
--
http://www.deinklick.de Reiseberichte, Tauchen, Computer u.m.
Uwe Hercksen
2007-01-31 14:33:58 UTC
Permalink
Post by Michael Scharrer
Auch sollte man annehmen, dass man unter Wasser auf Nahgläser verzichten
könne. Dem ist nicht so, wenn Du an Land auf 30cm nichts siehst, ist das
unter Wasser auch so.
Hallo,

es ist sogar noch schlimmer, der Effekt das man unter Wasser alles näher
sieht wirkt sich natürlich so aus das man nahe Gegenstände bei gleichen
Abstand wie an Luft eben weniger scharf sieht oder gar nicht mehr lesen
kann.
Habe ich mal ausprobiert, den Tauchcomputer könnte ich am Arm in Luft noch
lesen, beim gleichen Abstand unter Wasser nicht mehr. Da waren dann
Nahgläser für die Maske unverzichtbar, allerdings reichte die einfachste
Version, einfach unter den Ferngläsern etwas Planglas der Frontscheiben
für die Nähe freilassen.

Bye
Michael Scharrer
2007-01-31 17:13:54 UTC
Permalink
Post by Uwe Hercksen
es ist sogar noch schlimmer, der Effekt das man unter Wasser alles näher
sieht wirkt sich natürlich so aus das man nahe Gegenstände bei gleichen
Abstand wie an Luft eben weniger scharf sieht oder gar nicht mehr lesen
kann.
Stimmt!
Da kann ich ein Lied von singen ;-)

Gut blubb,
Michael
--
http://www.deinklick.de Reiseberichte, Tauchen, Computer u.m.
RogerT
2007-01-31 12:25:44 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
Hallo,
ich wollte mir eine Maske mit optischen Gläsern anschaffen.
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Auf der Boot hatte ich mich bei zwei Optikern erkundigt.
Der eine meinte ich müsste die gleiche Seestärke (Dioptrienzahl)
wie meine normale Brille haben, weil ja Luft zwischen Gläsern der
Taucherbrille und den Augen sind!
An dem anderen Stand hieß es, der Korrekturfaktor unter Wasser müsse
mit berücksichtigt werden.
Wer von beiden liegt nun richtig?
Hai,

ich war bei Pingel in Düsseldorf. Ursprünglich wollte ich
Gleitsichtgläser in die Maske haben, aber die haben mich fair beraten.
Es wäre für mich zu teuer und würde gegenüber 2-Schicht Gläsern nicht
so viel mehr bringen, als das der Preis gerechtfertigt wäre. Ich bin
Kurzsichtig mit -3,25 (mit Zylinder bei einem Auge) und
Altersweitsichtig im Nahbereich. Jetzt habe ich eine Maske mit Fern-
und Nahteil, genau auf die Maske und meine Augen angepasst und ich bin
super zufrieden. Schau mal auf die Webseite bei Pingel.de, die ist
sehr informativ.
Gruss Roger
Patrick Hess
2007-01-31 12:30:35 UTC
Permalink
Post by RogerT
super zufrieden. Schau mal auf die Webseite bei Pingel.de, die ist
sehr informativ.
Nehme an hier ist http://www.pingel-optik.de gemeint -- pingel.de ist
eine Zahnarztpraxis...

Gruß,
Patrick
Sebastian Ströbler
2007-01-31 12:32:59 UTC
Permalink
Post by Patrick Hess
Post by RogerT
super zufrieden. Schau mal auf die Webseite bei Pingel.de, die ist
sehr informativ.
Nehme an hier ist http://www.pingel-optik.de gemeint -- pingel.de ist
eine Zahnarztpraxis...
Gruß,
Patrick
jupp
Torsten Villnow
2007-01-31 15:34:43 UTC
Permalink
Post by H***@web.de
Sie sollten für die Ferne + Nähe sein.
Ich habe letztes Jahr meine Taucherbrille bei http://www.sehmeile.de
"aufrüsten" lassen. Dort gibt es eine Übersichtsseite, auf der die zehn
angebotenen Verglasungsarten aufgezeigt werden. Ich bin mit der Nummer 4
(mit eingeschmolzenem Nahteil) sehr zufrieden.

Kosten: 268,- inkl. Versand bei Gläsern mit +4,5 bzw. +5,5 (im Nahteil
jeweils zusätzlich 2,75) und Cyl -0,25 bei einem Glas.

Torsten Villnow
Thomas Richard
2007-02-04 00:19:57 UTC
Permalink
Moin,

kleine Brillenkunde für Tauchmasken:

sind die die Werte die gleichen wie bei meiner Brille?

Jein. Wie hier schon richtig gesagt wurde spielen dabei der sogenannte
Hornhautscheitelabstand (Abstand Auge & Brillenglas) und die veränderten
Brechungsverhältnisse under Wasser (alles wirkt näher und größer) eine
Rolle. Normalerweise kann man das ohne Probleme vernachlässigen.
Bei starken Minuswerten ist man im schlimmsten Fall an oberfläche etwas
überrefraktioniert.

Gleitsicht oder Bi(oder tri)fokal?

Ich würde die Finger von Gleitsichtgläsern lassen. Sie werden sehr teuer
und was noch schwieriger ist: sie sind in einer Tauchmaske schwer
anzupassen. Bei Gleitsichgläser ist die Zentrierung besonders wichtig.
Hier können bereits zehntel Millimeter eine Rolle spielen. Also wenn
euch euer Optiker Gleitsichgläser andrehen will und dann mit nem dicken
Eddig Punkte auf die Scheiben macht, könnt ihr aufstehen und zum
nächsten Brillenverticker gehen. Das gilt im übrigen auch für normale
Gleitsichtbrillen. Erstens die Punktdicke könnte schon eine Abweichung
von mehreren Zehnteln bis zu ganzen Millimetern. Zweitens wenn der
Optiker direkt mit seinem Lineal vor euch steht und sagt: "schaunse mir
mal auf die Nase oder ins rechte oder linke Auge", könnt ihr als
technophile Menschen davon ausgehen, dass so eine Messung nicht
parallaxenfrei möglich ist, zumal ein Lineal nur eine
Millimetereinteilung hat. Weitere Nachteile: da das Gleitsichtglas u.a.
eine plane Vorderfläche haben muss, wird man mehr oder minder starke
Verzerrungen an den Rändern des Progessionskanals in Kauf nehmen müssen.
Selbst bei normalen Brillen treten in diesen Fällen nicht selten
Schwindelgefühle, Kopfschmerzen oder andere astenopische
(brillenmässige) Beschwerden auf. Ich könnte noch eine Weile weiter so
labern. Der Punkt ist: Finger weg von Gleitsicht in der Maske wenn ihr
eurem Optiker nicht hundertprozent vertraut.

Bleiben also Bifo´s oder Trifos. Auch hier würde ich darauf achten, dass
die Gläser vernünftig zentriert werden auch wenn es hier keine ganz so
grosse Rolle spielt.

Glas oder Kunststoff?

Glas. Kunststoff ist ratzfatz zerkatzt. Im übrigen gibt es kaum
Hersteller die Plastegläser für solche Zwecke anbieten. Hab ich gedoch
schon in einer Maske gesehen - sah etwas milchig aus...

Entspieglung?

Nein. Die ist auch schnell runter. Durch die Kontrast und
Transmissionssteigernde Wirkung werden Verunreinigungen auf dem Glas
schnell als störend empfunden. Wer von uns rotzt nich vor dem tauchen in
die Brille? Jetzt schreit nicht alle rum, dass Ihr das wieder ausspült :P

Für die nicht presbyopen (alterssichtigen) unter euch: Probiert ruhig
mal Kontaktlinsen. Es gibt keine druckbedingten Auswirkungen: weder auf
das Auge noch auf die Linse. Wenn man Tageslinsen nimmt, kann das
durchaus eine preiswerte Alternative zur Maske mit Korrekturgläsern
sein. Es erfordert auch keinen fachkundigen Optiker in Sachen
Unterwasserbrillen.


Zu guter letzt: Ich würde mir nicht unbedingt etwas "zuschicken lassen"
Das sollte schon vor Ort mit der richtigen Maske und frischen Werten
angepasst werden sonst schmeisst man nur einen Haufen Kohle für nich
Fisch und nich Fleisch raus. Das Argument, unter Wasser eeh nicht so
weit oder so viel sehen zu können ist Schwachsinn. gerade Tauchen ist in
erster linie ein visuelles Erlebniss. Da sollte man so gut sehen können,
wie nur irgend möglich.

So bevor die ganz Schlauen Kompetenzen in Frage stellen. Ich bin
gelernter Optiker und habe eine ganze Reihe Masken zusammengekleistert -
bisher ohne Klagen

Immer schön den Durchblick behalten, Tom
Uwe Hercksen
2007-02-05 09:06:40 UTC
Permalink
Post by Thomas Richard
sind die die Werte die gleichen wie bei meiner Brille?
Jein. Wie hier schon richtig gesagt wurde spielen dabei der sogenannte
Hornhautscheitelabstand (Abstand Auge & Brillenglas) und die veränderten
Brechungsverhältnisse under Wasser (alles wirkt näher und größer) eine
Rolle. Normalerweise kann man das ohne Probleme vernachlässigen.
Bei starken Minuswerten ist man im schlimmsten Fall an oberfläche etwas
überrefraktioniert.
Hallo,

aber wenn die Frontscheibe der Maske nach aussen hin eben ist sollte doch
die Linsenwirkung unter und über Wasser gleich sein?

Bye
Thomas Richard
2007-02-06 19:06:35 UTC
Permalink
Post by Uwe Hercksen
aber wenn die Frontscheibe der Maske nach aussen hin eben ist sollte
doch die Linsenwirkung unter und über Wasser gleich sein?
nein es ist leider nicht so. Du musst berücksichtigen, dass du mit zwei
verschiedenen Bechungsindizes rechnen musst(streng genommen mit drei gar
vier: Luft, Korrektionsglas, Kitt, Wasser)
Du hast in der Maske Luft mit etwas mehr als n=1 (ist druckabhängig -
deshalb wabert die warmere = dickere Luft über einer Kerze). Dann kommt
dein Korrektionsglas mit n=1,5 bis n=1,8 maximal (glaub ich) und dann
das Wasser mit n=1,33 (abhängig vom Mineraliengehalt und Temperatur).
Wenn das Wasser durch Luft an der Oberfläche ersetzt wird, ändert sich
auch die Lichtbrechung.
Du hast deshalb auch ohne Brillengläser o.ä. unter Wasser der Eindruck,
dasss alles näher und größer erscheint. Mag auch ein Grund für
Taucherlatein sein. Der Fisch war meist ein bissel größer...

Die plane Vorderfläche des Brillenglases hat also keinen Einfluss darauf.

Während ich mir dass so überlege, fange ich an, mir selbst Fragen zu
stellen.

Normalerweise, wird man nicht unter Wasser refraktionert. Was im
Umkehrschluss bedeutet, dass man unter Berücksichtigung des
Hornhautscheitelabstandes an der Oberfläche normal sehen kann. Jedoch
müsste man unter Wasser mit veränderten Bedingungen rechnen.

Man hat also die gleichen Bedingungen wie ein Normalsichtiger.

Tja sorry - Ihr könnt doch meine Kompetenz in Frage stellen. Ich hab
nicht darüber nachgedacht. Bin auch lange nicht mehr in Sachen Brillen
unterwegs sondern mach in Digitalkameras - is ne Weile her...

Trotzdem bleibt das grössere Problem die Zentrierung bei Mehrstärkengläsern.

Greetz, Tom
Matthias Voss
2007-02-06 19:51:14 UTC
Permalink
Post by Thomas Richard
Du hast in der Maske Luft mit etwas mehr als n=1 (ist druckabhängig -
deshalb wabert die warmere = dickere Luft über einer Kerze).
Hm, gibt es eine neue Wechselwirkungskraft?
Oder gilt die allgemeine Gasgleichung nicht mehr?
Benutzen wir alle unsere Wohnungen verkehrt rum? Teppiche an
die Decke ;-))?

Grüße
Matthias
Uwe Hercksen
2007-02-07 12:42:39 UTC
Permalink
Post by Thomas Richard
nein es ist leider nicht so. Du musst berücksichtigen, dass du mit zwei
verschiedenen Bechungsindizes rechnen musst(streng genommen mit drei gar
vier: Luft, Korrektionsglas, Kitt, Wasser)
Hallo,

na wenn Du so anfängst musst Du auch noch zwischen dem Planglas der Maske
selbst und dem optischen Glas für die Linse unterscheiden. Die hauchdünne
Kittschicht sollte eigentlich keine Rolle spielen.
Natürlich sorgt die plane Frontscheibe für den bekannten alles grösser und
näher Effekt, aber wenn man nur solche Abstände in Luft und Wasser
vergleicht bei denen man die Gegenstände gleichgross und in gleichem
virtuellen Abstand wahrnimmt sollte die Korrektionswirkung gleich sein.

Wenn man den gleichen festen Abstand nach Maßband in Wasser und Luft
vergleicht ist die Wirkung besonders im Nahbereich bei Alterssichtigkeit
und unzureichender Nahkorrektion natürlich verschieden. Da kann man den
Tauchcomputer über Wasser noch lesen, unter Wasser ist der Arm zu kurz,
selber schon erlebt.

Bye

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Antworten
Welcher Planet mit Lebensformen hat in der Science-Fiction die größte Gravitationskraft?
gestartet 2014-10-07 14:08:45 UTC
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